Kruzifix

Auffallend, weil ungewöhnlich, ist das Kruzifix platziert. In einer schmiedeeisernen Arbeit von Schlossermeister Schairer ist das alte Kruzifix aus der Vorgängerkirche am Chorbogen hängend über dem Altar angebracht.  Goldene Strahlen künden über dem schmerzvoll gestalteten Gesicht der Christusfigur davon, dass Jesus als Sieger aus dem Kreuzestod hervorging. Trotz schmerzverzogenem Korpus wirkt die Figur majestätisch auf den Betrachter und die Arme wirken einladend und segnend und stark zugleich, obwohl sie doch am Marterwerkzeug Kreuz fixiert sind.

Über den Schöpfer der Christusskulptur ist  leider nichts bekannt (vgl. "Mittelstadt - eine Kirchenchronik", Kurt Müller, S.138f.).

Der gekreuzigte und zugleich auferstandene Christus, wie er seit 1912 über dem Altar hängt,  lässt klar werden, wer an diesem Tisch Gastgeber ist und gegenwärtig. Seine Liebe will stärken, sättigen und vergeben, allen, die zu ihm kommen. 

Ans Kreuz geschlagen weist er über den Tod hinaus und in der Kombination mit der Fenster-Blumenrosette im Hintergrund und dem auf Pflanzen getragenen Kreuz leuchtet die Hoffnung auf das Paradies und die Ewigkeit Gottes als klare Botschaft auf. 



© Gerlinde Henrichsmeyer