Emporenbrüstung

Die Emporenbrüstung der Martinskirche trägt eine Vielzahl von Bildtafeln. Meistens sind es die für die Zeit des Jugendstils  typischen floralen Muster. Keine der stilisierten Pflanzen oder Blumen  ist wie die andere. Die bunte Vielfalt erinnert an den Artenreichtum der Schöpfung. Alles was Odem hat lobe den Herrn!

Gott als der Schöpfer des Himmels und der Erde, als Schöpfer von Tieren und Pflanzen und Menschen kommt in den Blick. Der Schriftzug unter den Bildflächen: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn, unterstreicht dies.

Dazwischen befinden sich mehrfach Hinweise auf Jesus Christus.

Einmal in der Darstellung de griechischen Buchstaben X (Chi) und P (Rho) , die für, Christus stehen.

Dann natürlich besonders in der Tafel vom springenden Hirsch.

Es ist ein altes Motiv und  symbolisiert die gottsuchende Seele, wie es in Psalm 42,2,  heißt „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele zu Gott.“

Eine zweite Wurzel geht in eine andere Richtung. Der Hirsch gilt auch als Feind der Schlange: Der Hirsch treibt sie mit ausgespieenem Wasser aus dem Versteck und tötet sie, wie Christus den Teufel mit dem Himmlischen Wasser seiner Lehre tötet.

Und natürlich fehlt auch nicht ein Bild  mit Taube (n). Die Taube ist das Symbol für den Heiligen Geist.

So sprechen die einfachen Emporenbilder von der Trinität und erinnern an Gott, den Vater und Schöpfer, Jesus Christus seinen Sohn und seine Kraft des Heiligen Geistes. 



© Gerlinde Henrichsmeyer